Luftalarm: Kamikaze-Drohnen greifen erneut die Ukraine an

Russland hat am Sonntagabend erneut Drohnen eingesetzt, die mit ihrer Sprengladung am Ziel senkrecht herabstürzen.

Eine Kampfdrohne vom Typ Shahed 136 iranischer Bauart. 
Eine Kampfdrohne vom Typ Shahed 136 iranischer Bauart. dpa/Efrem Lukatsky

Das russische Militär hat am Sonntagabend neue Angriffe mit sogenannten Kamikaze-Drohnen gegen Ziele in der Ukraine gestartet. Im Laufe des Tages habe Russland 35 Luftangriffe geflogen, teilte der Generalstab der ukrainischen Armee am Abend mit. Dabei seien vor allem Kamikaze-Drohnen vom Typ Schahed 136 aus iranischer Produktion eingesetzt worden. Alle von Russland abgefeuerten Geschosse seien abgeschossen worden.

Bei Mykolajiw in der südlichen Ukraine seien zwei Gruppen Schahed-Drohnen aus iranischer Produktion gesichtet worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform. „Luftalarm, zwei Gruppen von Mopeds“, schrieb der regionale Militärverwaltungschef Vitali Kim auf Telegram.

Wegen ihres Motorgeräuschs werden die Drohnen in der ukrainischen Bevölkerung inzwischen „Mopeds“ genannt. Im gesamten Süden des Landes wurde Luftalarm ausgelöst. Erst in der Neujahrsnacht hatte das russische Militär Dutzende von Kamikaze-Drohnen, die mit ihrer Sprengladung am Ziel senkrecht herabstürzen, gegen Ziele in der Ukraine gestartet. 

Selenskyj: Die Russen „verlieren“

Die Armeeführung erklärte zudem, „die russischen Besatzer“ hätten „16 Mal mit Mehrfachraketenwerfern geschossen“. Diese Angriffe richteten sich demnach insbesondere gegen das Kinderkrankenhaus in der südukrainischen Stadt Cherson.

Die Russen „verlieren“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntagabend. „Drohnen, Raketen und alles andere werden ihnen nicht helfen. Denn wir stehen zusammen.“

Die russische Armee hatte die Hauptstadt Kiew und andere Regionen der Ukraine zum Jahreswechsel aus der Luft angegriffen. Insgesamt vier Menschen wurden dabei getötet und Dutzende weitere verletzt.