Eine Äußerung der Klimaaktivistin Luisa Neubauer auf einem Demokratiegipfel in Kopenhagen sorgt für Empörung. Die „Fridays for Future“-Aktivistin sprach darüber, eine Pipeline zu sprengen. Wörtlich sagte sie auf Englisch: „We are planning how to blow up a pipeline“.

Das Video ist auf Twitter noch zu finden, allerdings nicht auf Neubauers Account. Die Pipeline, um die es ging, heißt East African Crude Oil Pipeline.  Sie soll ab 2025 Uganda mit Tansania verbinden und könnte dabei helfen, die Armut in den beiden Ländern zu lindern.

Neubauer erklärt, warum sie den Bau der Pipeline ablehnt

Die Aussage „how to blow up a pipeline“ von Neubauer erinnert an den gleichlautenden Titel eines Buches des radikalen Aktivisten Andreas Malm.

Die Bild berichtet groß über den Neubauer-Fall. Die Klimaaktivistin erklärt, warum sie gegen den Bau der Pipline ist und sagte der Zeitung auf Anfrage: „Das EACOP-Projekt allein würde fast eine halbe Gigatonne CO2 produzieren. Daher arbeiten wir seit Monaten zusammen mit Aktivist:innen aus der Region, also Uganda und Tansania, und auch mit vielen Menschen aus Frankreich gegen die Pipeline, die der französische Konzern TOTAL bauen möchte. Wir sprechen mit der französischen Regierung, mit möglichen Investoren und Versicherern der Pipeline, und mobilisieren über soziale Netzwerke, damit diese Klimakiller-Pipeline niemals gebaut, sondern endlich abgeblasen wird. Fast alle deutsche Versicherer und Banken – bis auf die Deutsche Bank – haben schon abgelehnt das Projekt zu unterstützen – weil es so schädlich ist. (…) Der Bau der EACOP-Pipeline muss abgeblasen werden.“

Auf Twitter schrieb Luisa Neubauer am Dienstag dazu: „Endlich spricht man über die EACOP-Pipeline, ein 1443 km langes Klimakiller-Projekt in Afrika. Schön, dass Zeitungen nun berichten, dass wir dagegen arbeiten. Und wer 10 Sekunden googelt stellt fest: Die Pipeline steht noch gar nicht. Wir wollen, dass die Baupläne abgeblasen werden.“