Berlin - Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) macht die radikalislamische Palästinenser-Organisation Hamas für die Zuspitzung der Nahost-Krise verantwortlich. „Zumindest die jüngste Eskalation hat Hamas mutwillig herbeigeführt, indem sie über tausend Raketen auf israelische Städte geschossen hat“, sagte Maas der Bild-Zeitung. Die Bundesregierung wolle jetzt „alle Kanäle nutzen, um auf eine Entspannung der Lage hinzuwirken“.

Maas sagte, er wolle mit einer „verhandelten Zweistaatenlösung den fatalen Kreislauf der immer wiederkehrenden Gewalt durchbrechen“. Deutschland setze sich für ein „sofortiges Ende der Gewalt“ ein. Gelinge dies nicht, sieht der Außenminister „schwere Tage auf uns zukommen“.

Maas spricht sich gegen Sanktionen aus

Mit Sorge betrachtet das Auswärtige Amt die politische Führung der Palästinenser. „Wir beobachten, dass die Palästinenser gespalten sind und die Palästinensische Autonomiebehörde in Teilen der palästinensischen Gebiete die Kontrolle verloren hat“, sagte Maas der Bild. Daher lehne die Bundesregierung Sanktionen ab. „In so einer Situation helfen Bestrafungen nicht.“