Berlin - Die angekündigten Stürme sind vorbeigezogen – und doch werden die Wetterprognosen für die kommenden Tage nicht seichter. Im Gegenteil: Nachdem „Klaus“ und „Luis“ über Deutschland hinweggezogen sind, ist nun Platz für reichlich kalte Luft aus dem Norden. Laut Meteorologe Dominik Jung steht Deutschland ein kalter Märzwinter bevor, der teils bis zu anderthalb Meter Neuschnee bringt.

Der Wetter-Experte von wetter.net kündigte bereits an, dass sich eine Kältezunge aus Sibirien quer über Deutschland legen wird. Die Temperaturen stürzen damit wieder gen Nullpunkt, sodass es noch einmal winterlich wird. Tatsächlich zeigen die Prognosen, dass Tiefdruckgebiete aus dem Norden in den kommenden Wochen immer wieder kalte Luft nach Deutschland bringen.

„Die nächsten Tage wird es winterlich kalt, verbreitet gibt es Frost“, erklärt Jung in einem Video auf Youtube. „In den Alpen droht sogar ein Schneeunwetter, da fallen teilweise ein bis anderthalb Meter Neuschnee.“ Dort soll es bis zum nächsten Wochenende durchgängig schneien. Extreme Werte – aber auch in Mittelgebirgen könnten es durchaus bis zu 30 Zentimeter sein. „Und auch sonst gilt, es kann immer wieder, auch bis in die tiefen Lagen, vor allem in der Nacht Schneeflocken geben.“

Das Europäische Wettermodell berechnete sogar Schneehöhen für ganz Deutschland – in großen Teilen des Landes soll es demnach eine durchgängige Schneedecke geben. „Aber diese Prognosen sind mit Vorsicht zu genießen, denn nicht jede Schneeflocke, die fällt, bleibt automatisch liegen“, erklärt Jung.

Am Montag könnten die Straßen überall ziemlich glatt werden

Schon am Montag bedeutet das für Autofahrer: Die Straßen könnten glatt werden. Denn Frost soll es in jedem Fall geben – und in höheren Lagen kommt noch die Glätte durch den Schneefall hinzu. Und auch in der übernächsten Woche, dann geht es schon etwas mehr auf Ostern zu, sieht es nicht nach Entspannung aus. „Der Märzfrühling hat momentan überhaupt keine Chance, das Wetter bleibt beim Märzwinter stecken“, sagt Jung. Selbst ein weißes Osterfest ist in diesem Jahr also alles andere als unwahrscheinlich.

The Weather Channel hatte in den vergangenen Tagen sogar vor aufziehenden Schauer- und Gewitterlinien gewarnt, an denen Tornados drohten. Vom Rheinland bis nach Rostock herrschte erhöhte Wirbelsturmgefahr. „Die Tornados können Häuser abdecken, Gegenstände durch die Luft wirbeln und Bäume umwerfen. Das kann schnell lebensgefährlich werden. Bei Schauern oder Gewittern sollte man Schutz suchen“, warnte der Sender.