Berlin - Unbekannte haben zwei Mahntafeln am Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Niederschöneweide beschmiert. Wie die Polizei mitteilte, bemerkte ein 33-jähriger Mitarbeiter am Samstag die mit rechtsradikalen Inhalten beschrifteten Tafeln in der Britzer Straße und alarmierte die Polizei. Die Beamten leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung und Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ein, welches beim Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamtes geführt wird.

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in der Britzer Straße in Niederschöneweide ist ein Archiv-, Ausstellungs- und Lernort am historischen Gelände eines fast vollständig erhaltenen Zwangsarbeiterlagers inmitten eines Wohnbezirks. Seit 2006 macht es eigenen Angaben zufolge das lange ausgeblendete Schicksal der über 26 Millionen Männer, Frauen und Kinder sichtbar, die während des Zweiten Weltkriegs durch das NS-Regime als Zwangsarbeiter ausgebeutet wurden.