Berlin - Mit vier Mahnwachen soll am Samstag in Berlin an vier im Straßenverkehr getötete Fußgänger erinnert werden. Das Gedenken findet an den Unfallorten statt. In Anlehnung an die weißen Geisterfahrräder, mit denen bei Unfällen getöteten Radfahrern gedacht wird, sollen dort weiße Figuren aufgestellt werden, teilte der Verein Changing Cities mit.

Das sind die Orte der Mahnwachen in Berlin

Start ist um 14 Uhr auf der Landsberger Allee Ecke Fritz-Riedel-Straße in Friedrichshain. Diese Mahnwache gedenkt einem 56-Jährigen, der am 14. September sein Fahrrad über den Mittelstreifen der Landsberger Allee schob und dort von einer Straßenbahn erfasst und tödlich verletzt wurde.

Um 15 Uhr beginnt die zweite Mahnwache in der Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg. Es wird einem Fußgänger gedacht, der am 19. Oktober beim Queren der Greifswalder Straße von einem Motorradfahrer erfasst, durch die Luft geschleudert wurde und noch am Unfallort verstarb.

In der Nonnendammallee in Spandau findet um 16.30 Uhr eine Mahnwache für einen 56-jährigen Fußgänger statt, der am 21. Oktober bei der Querung der Nonnendammallee von einem Sattelzugfahrer überrollt wurde und an seinen Verletzungen noch am Unfallort verstarb.

Die letzte Mahnwache ist in der Falkenseer Chaussee einer 77-jährige Fußgängerin gewidmet, die am 8. Oktober auf der Fahrbahn der Falkenseer Chaussee von einem Motorradfahrer überrollt wurde und am 13. Oktober im Krankenhaus verstarb.

Die Strecken zwischen den Mahnwachen werden von den Teilnehmenden mit dem Fahrrad zurückgelegt. Es gilt laut dem Veranstalter die Maskenpflicht und Abstandsregeln.

Laut Polizei wurden in diesem Jahr bislang elf Fußgänger bei Verkehrsunfällen getötet. Im vergangenen Jahr wurden 19 getötete Fußgänger registriert.