Berlin - Nach ihrem Video-Beitrag bei der Internetaktion #allesdichtmachen hat sich Schauspielerin Heike Makatsch (49) zu Wort gemeldet und sich von „rechtem Gedankengut“ distanziert. „Ich habe durch Kunst und Satire den Weg gewählt, die Veränderung unserer Gesellschaft aufzuzeigen und Raum zu schaffen, für einen kritischen Diskurs“, schrieb sie auf Instagram mit Blick auf ihr Video, in dem sie ironisch die Corona-Politik kommentiert hatte. „Wenn ich damit rechten Demagogen in die Hände gespielt habe, so bereue ich das zutiefst.“ Auch habe sie niemals das Leid der Corona-Erkrankten und ihrer Angehörigen schmälern oder sie mit ihrem Beitrag verletzen wollen. Dazu postete sie den Hashtag #womöglichgescheitert.

Unter dem Motto #allesdichtmachen hatten Dutzende Film- und Fernsehschauspieler mit ironisch-satirischen Clips die Corona-Politik der Bundesregierung kommentiert. Makatsch hatte in einem Video mehrfach das Klingeln an ihrer Tür ignoriert und erklärt: „Vielleicht stapeln sich da draußen die Pakete und die Pizzas, aber damit müssen wir klarkommen.“ Sicherheitshalber werde sie die Tür nicht aufmachen. Das Video ist auf der Webseite der Kampagne mittlerweile nicht mehr zu sehen.

In der Nacht hatte sich bereits Jan Josef Liefers zur einer Klarstellung auf Twitter genötigt gesehen: „Eine da hinein orakelte, aufkeimende Nähe zu Querdenkern u.ä. weise ich glasklar zurück. Es gibt im aktuellen Spektrum des Bundestags auch keine Partei, der ich ferner stehe als der AfD.“ Gleiches gelte „für Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker, Corona-Ignoranten und Aluhüte. Punkt“.

Die Aktion, an der Künstler wie Jan Josef Liefers, Ulrich Tukur, Volker Bruch, Meret Becker, Ulrike Folkerts und Richy Müller beteiligt sind, hatte für Aufsehen gesorgt. Andere prominente Schauspielkollegen reagierten entsetzt.