Auf Mallorca gibt es eine Reihe neuer Verkehrsregeln. Laut Angaben der spanischen Behörden gelten die Änderungen in der spanischen Straßenverkehrsordnung (Ley de Tráfico y Seguridad Vial) ab Montag, dem 21. März. Nach Angaben der „Dirección general de Tráfico“ sollen die neuen Regeln das „Zusammenleben der Menschen verbessern”. In Spanien werden bei Verstößen gegen die Verkehrsregeln allerdings keine Punkte gesammelt. Jeder Spanier startet mit einem Konto von 15 Punkten, von denen dann Punkte abgezogen werden.

Welcher Verstoß gegen welche Regel kostet wie viele Punkte?

  • Wer sein Handy während der Fahrt benutzt, verliert sechs Punkte.
  • Den Sicherheitsgurt nicht anzulegen, kostet vier Punkte. Das gilt auch für Kindersitze und ähnliche Vorrichtungen.
  • Zigarettenkippen oder anderes brennendes Material auf die Straße oder an den Rand zu werfen, kostet sechs Punkte.
  • Wer einen Fahrrad- oder Motorradfahrer auf zweispuriger Strecke überholt, darf dafür ausschließlich die Parallelspur nutzen. Bei einspuriger Strecke ist es zudem Pflicht, einen Mindestabstand von 1,5 Meter einzuhalten. Ein Verstoß kostet sechs Punkte.
  • Wer ein anderes Fahrzeug überholen will, muss sich ab sofort an das Tempolimit halten. Die bisher geltende Ausnahme, dass man 20 Stundenkilometer schneller fahren darf, entfällt.
  • Die Nutzung sowie auch das Mitführen von ausgeschalteten Radarwarngeräte ist verboten. Bei Verstoß werden drei Punkte abgezogen.
  • Anhalten und Parken auf Fahrradwegen ist verboten. Ein Verstoß dagegen gilt als schweres Delikt. Wie viele Punkte abgezogen werden, teilen die Behörden nicht mit.
  • Keinen Helm tragen oder ihn falsch aufsetzen kostet vier Punkte.
  • Auf Rollern und Mofas sind kabellose und im Helm integrierte Freisprecheinrichtungen (etwa Kopfhörer mit Mikro) erlaubt.
  • Fahrradfahrer unter 18 Jahren müssen komplett nüchtern sein (0,0 Promille).
  • E-Scooter dürfen weder auf Autobahnen noch auf Schnellstraßen fahren.
  • Nach zwei Jahren erhält man seine Punkte zurück, wenn in dieser Zeit keine neuen Verstöße hinzugekommen sind. Das gilt unabhängig davon, welche Delikte Verkehrsteilnehmer zuvor begangen haben.
  • Bei Fußgängerüberwegen, in Fußgängerzonen sowie auf Bürgersteigen haben Fußgänger gegenüber Fahrzeugen immer Vorrang.
  • Mit Inkrafttreten der neuen Regeln muss der Führerschein nicht mehr physisch mitgeführt werden. Voraussetzung ist, dass dieser zuvor in der App der spanischen Verkehrsbehörde „mi DGT“ hochgeladen wurde.
  • Wer an einer theoretischen Prüfung zur Erlangung oder Wiedererlangung der Fahrerlaubnis teilnimmt, darf keine elektronischen Hilfsmittel wie Handy oder Tablet verwenden. Wer diese Regeln missachtet, darf innerhalb eines halben Jahres nicht mehr an Prüfungen teilnehmen. Als Verstoß zählt auch, jemandem bei einer Prüfung zu helfen.
  • In Spanien gilt bei Alkohol eine Grenze von 0,5 Promille. Für Berufskraftfahrer, Busfahrer und diejenigen, die ihren Führerschein weniger als zwei Jahre besitzen, besteht ein Limit von 0,3 Promille.

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