Auf der spanischen Ferieninsel Mallorca beginnt bald die Hochsaison. Aus diesem Anlass verschärfen die dortigen Behörden ihre Kontrollen gegen unlautere Angebote an Touristen. Vor allem geht es um illegale Ferienvermietungen, die von Inspekteuren aufgedeckt werden sollen, berichtet die Mallorca Zeitung. Urlauber, die nicht genehmigte Ferienwohnungen anmieten, müssen speziell im Mai mit dem Besuch von Kontrolleuren rechnen. Hauptziel der Ermittlungen sind aber die Vermieter.

Besonders aufmerksam werden die Inspekteure des Inselrats in der Hauptstadt Palma de Mallorca vorgehen. Dort ist die Ferienvermietung in Mehrfamilienhäusern grundsätzlich untersagt. Das heißt, dass einzelne Wohnungen nicht als Touristenunterkünfte genutzt werden dürfen – obwohl dies im Mittelmeerraum sonst durchaus üblich ist. Verstärkt werden soll auch die Suche nach illegalen Angeboten auf Buchungsplattformen im Internet. Im schlimmsten Fall könnten Reisende kurzfristig ohne Bleibe dastehen, wenn eine illegale Vermietung auffliegt.

Scharfe Kontrollen auch gegen den „Sauftourismus“

Laut Mallorca Zeitung wurden in den ersten vier Monaten dieses Jahres bereits 361 Verfahren wegen illegaler Ferienvermietung eingeleitet. Vergehen können mit Strafen zwischen 20.001 und 40.000 Euro geahndet werden. Vermehrte Kontrollen gab es auch im Zusammenhang mit dem Dekret gegen den „Sauftourismus“. In diesem Sommer, wenn die meisten Touristen auf Mallorca sind, soll dessen Einhaltung streng überprüft werden.