Manipulation des Wetters: China „impft“ Wolken mit Drohnen 

In der Provinz Sichuan werden Wolken mit einem Silberjodidpulver „geimpft“. So soll die Dürre in dem Gebiet bekämpft werden. 

Regenwolken in China. 
Regenwolken in China. imago

Das staatliche Meteorologie-Institut der chinesischen Provinz Sichuan bekämpft die anhaltende Dürre mit Fluggeräten, die Wolken „impfen“.  Laut Medienberichten werden Flieger, Drohnen und Raketen eingesetzt. Durch Injektion mit einem Silberjodidpulver werden dabei Wolken dazu gebracht, abzuregnen. 

„Geimpft“ werden Wolken mit hohem Feuchtigkeitsanteil. China nutzt die Technologie seit langem, um Felder zu bewässern, brennende Städte zu kühlen und sicherzustellen, dass der Himmel für Veranstaltungen klar ist. In Sichuan wurde nun eine Fläche von rund 6.000 Quadratkilometern abgeflogen, um für Niederschläge zu sorgen. 

Der Grund: Das extreme Wetter beginnt die industrielle Aktivität und das Wirtschaftswachstum Chinas zu belasten. Besonders betroffen von der aktuellen Trockenheit war die Provinz Sichuan, in der Strompreisverbrauchsbegrenzungen für Haushalte und Industrie verordnet wurden, heißt es.