Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich nach dem tödlichen Auto-Vorfall in Berlin bestürzt geäußert. „Meine Gedanken sind bei den schwer und sehr schwer Verletzten, bei dem Todesopfer“, erklärte er. „Und sie sind bei denen, die Schreckliches erleben mussten. Mein tiefes Mitgefühl gilt ihnen, allen Angehörigen und Hinterbliebenen.“ Bei dem Vorfall am Mittwochmorgen in Berlin-Chralottenburg kam eine Lehrerin aus Hessen ums Leben. Neun Menschen wurden zum Teil lebensgefährlich verletzt. Unter ihnen sind Schüler.

Der Bundespräsident war am Mittwoch selbst nicht in Berlin, sondern hatte seinen Amtssitz für einige Tage nach Rottweil in Baden-Württemberg verlegt. Dort habe er „mit großer Bestürzung“ von dem schrecklichen Vorfall auf der beliebten Einkaufsmeile nahe der Gedächtniskirche erfahren, hieß es.

Auch die Bundesregierung hat nach dem tödlichen Vorfall in Berlin ihr Mitgefühl ausgedrückt. Die Regierung sei „sehr betroffen und erschüttert“, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christiane Hoffmann am Mittwoch. Die Gedanken und das Mitgefühl seien bei den Verletzten und ihren Angehörigen.

Scholz nach Amoktat in Berlin tief betroffen

Bundeskanzler Olaf Scholz schrieb am Mittwochabend bei Twitter: „Die grausame Amoktat an der Tauentzienstraße macht mich tief betroffen. Die Reise einer hessischen Schulklasse nach Berlin endet im Alptraum. Wir denken an die Angehörigen der Toten und an die Verletzten, darunter viele Kinder. Ihnen allen wünsche ich eine schnelle Genesung.“

Auch ein Sprecher von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) drückte den Betroffenen Mitgefühl aus. „Vor allen Dingen gilt unsere Hoffnung, dass die Schwerverletzten und Verletzten wieder genesen“, sagte er. Ermittlungen und Aufklärung liefen unter Hochdruck, es sei aber zu früh, über Hintergründe zu sprechen.

29-Jähriger fährt in Menschenmenge: Schockierte Reaktionen und Beileidsbekundungen

Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) zeigte sich schockiert über den Vorfall in Charlottenburg. „Ich bin in der Lagezentrale und informiere mich laufend. Meine Gedanken und mein tiefes Mitgefühl sind bei allen Betroffenen!“, schrieb sie auf Twitter. „Als Mutter und Großmutter, und auch als Innensenatorin, fühle ich mit allen Angehörigen.“

Am Abend verkündete Spranger: „Wir trauern um die verstorbene Lehrerin und bangen um die Schwerverletzten des schrecklichen Vorfalls an der Tauentzienstraße. Als Zeichen des Mitgefühls und der Anteilnahme habe ich in Berlin für morgen Trauerbeflaggung angeordnet“.

Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) fuhr zusammen mit Polizeipräsidentin Barbara Slowik an den Unglücksort. Giffey teilte mit: „Ich bin tief betroffen von diesem Vorfall. Wir wissen, dass es eine Tote gibt und mehrere Schwerverletzte. Die Polizei arbeitet mit Hochdruck an der Aufklärung.“ Es sei eine Situation, in der man denke: „Nicht schon wieder.“ Giffey warnte zugleich vor voreiligen Schlüssen. Sie erschien am Nachmittag ebenfalls am Ereignisort und machte sich ein eigenes Bild.

Giffeys Parteikollegin Sawsan Chebli ist einfach nur erschrocken: „Was für ein Horror!“, schrieb sie auf Twitter.

Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) äußerte auf Twitter ihr tiefes Mitgefühl: „Was für ein grauenvoller Tag. Ich sende den Angehörigen der verstorbenen Frau mein Beileid. Allen Verletzten wünsche ich eine schnelle und vollständige Genesung. Den Polizei- & Rettungskräften auf dem Kurfürstendamm und Tauentzienstraße möchte ich danken und Kraft senden.“

Woidke zeigt Betroffenheit und Anteilnahme nach Auto-Vorfall

Von Berlins Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) hieß es auf Twitter:  „Der Vorfall in Charlottenburg ist erschütternd. Ich danke den Einsatz- und Rettungskräften sowie dem medizinischen Personal für ihre schnelle Hilfe. Mein Haus steht im Kontakt mit der Feuerwehr und den Berliner Krankenhäusern. Allen Betroffenen sowie Angehörigen und Freund:innen möchte ich meine tiefe Anteilnahme aussprechen.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke äußerte seine Betroffenheit und Anteilnahme. „Meine Gedanken sind bei den Schwerverletzten und bei der getöteten Frau, die auf schreckliche Weise aus dem Leben gerissen wurde. Den Hinterbliebenen gilt mein tiefes Mitgefühl und meine Hoffnung allen Opfern, die noch um ihr Leben ringen“, sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur am Mittwochabend. Die Bilder aus Berlin seien bestürzend.

Kurschus: „Bilder aus Berlin machen mich fassungslos“

Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Annette Kurschus, schrieb auf Twitter: „Die Bilder aus Berlin machen mich fassungslos.“ Sie fügte hinzu: „Sie reißen Wunden auf. Wir beten für die Angehörigen des Menschen, der sein Leben verloren hat, und für diejenigen, die bei dem Vorfall verletzt wurden.“

Auch der Berliner Bischof Christian Stäblein drückte seine tiefe Anteilnahme aus: „In Gedanken und Gebet bin ich bei den Opfern und ihren Angehörigen. Und bei denen, die vor Ort waren und die schrecklichen Bilder nicht vergessen können“, schrieb er auf Twitter.

Viele fühlen sich an den Terroranschlag von 2016 erinnert, beispielsweise der Linkenpolitiker Dietmar Bartsch. Er twitterte: „Den Hinterbliebenen mein Beileid, den Verletzten rasche und vollständige Genesung“.

Auch Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, drückte auf Twitter ihre Anteilnahme aus: „Ich bin erschüttert über den Vorfall am Breitscheidplatz. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Allen Verletzten wünsche ich, dass sie wieder gesund werden.“

Extremismusexperte und Autor Ahmad Mansour zeigte sich erschrocken über die Diskussionen in sozialen Medien: „Es ist erschreckend, wie viele über die Herkunft & Tatmotiv des „Täters“ spekulieren, statt empathisch & mitfühlend mit den Opfern zu sein. Das zeigt, dass manche nur auf der Suche nach einer Bestätigung ihres Weltbilds sind! Das ist empathielos!“, schrieb er auf Twitter.

(mit dpa, epd)