Berlin - Nach einem Überfall auf einen Mann in dessen Haus in Berlin-Zehlendorf hat der Prozess gegen einen 61-Jährigen begonnen. Er soll im März 2019 nachts mit einem Komplizen mit Hilfe einer Leiter über das Dach in das Haus gelangt sein. Sie hätten den Besitzer geweckt und unter Vorhalt eines Schraubendrehers gezwungen, die Tresore im Haus zu öffnen. Das 67-jährige Opfer sei schließlich mit Schnürsenkeln an Händen und Füßen gefesselt worden. Die Verteidiger erklärten am Montag vor dem Berliner Landgericht, ihr Mandant werde sich zunächst nicht äußern.

Der 61-Jährige wurde durch eine am Tatort sichergestellte DNA-Spur als einer der mutmaßlichen Einbrecher ermittelt. Die Anklage lautet auf schweren Raub und gefährliche Körperverletzung. Der Verdächtige befindet sich seit November 2021 in Haft.

Laut den Ermittlern waren die Täter mit Schmuck im Wert von rund 6000 Euro geflohen. Eine Nachbarin des inzwischen verstorbenen Opfers sagte als erste Zeugin, der Mann habe ihr unmittelbar nach dem Überfall berichtet, dass er etwa zweieinhalb Stunden in der Gewalt der Täter gewesen sei. „Er war sehr mitgenommen“, schilderte die Zeugin. Der Prozess wird am 15. Juni fortgesetzt.