Berlin - In der Senatsverwaltung für Gesundheit in Berlin-Kreuzberg hat ein Unbekannter einen dort tätigen Bundeswehrsoldaten angegriffen. Zunächst hieß es bei der Polizei, er habe ihn von hinten niedergeschlagen. Dann hieß es, der Angreifer habe ihn lediglich zu Boden gestoßen. Der Angriff ereignete sich laut Polizei am Dienstag, gegen 16.45 Uhr.

Die Polizei und auch Feldjäger der Bundeswehr waren mehrere Stunden lang mit einem Großaufgebot im Gebäude an der Oranienstraße auf der Suche nach dem Täter. „Wir können nicht ausschließen, dass sich die Person noch in dem Gebäude befindet und begehen deshalb alle Räume“, sagte ein Polizeisprecher während des Großeinsatzes. 

„Wir wissen nicht, was dieser Täter in dem Objekt wollte“, sagte ein Ermittler. Aber im zweiten Jahr der Pandemie sei der Unmut gegenüber der Senatsverwaltung für Gesundheit und dem Bundesgesundheitsministerium groß. 

Berliner Zeitung/Markus Wächter
Bewaffnete Einsatzkräfte in der Oranienstraße.

Angesichts dieser Umstände und weil die Motivation des Täters unklar war, wurden die Mitarbeiter der Gesundheitsverwaltung und auch der Sozialverwaltung, die sich in dem Haus befindet, angewiesen, ihre Büros nicht zu verlassen. Dort ging man von einer Amok-Tat aus, was sich schließlich als Fehlannahme herausstellte.

Während Polizisten die Räume durchsuchten, führte die Polizei aus den gesicherten Bereichen des Gebäudes die Mitarbeiter heraus, die sich in den Büros eingeschlossen hatten. Nach Angaben des Polizeisprechers wurde der Mann, der den Soldaten angegriffen hatte, nicht gefunden.

Die Bundeswehr unterstützt mit ihren uniformierten Soldaten noch immer  Gesundheitsämter und Verwaltungen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie.