Manuela Schwesig auf einer Pressekonferenz am Dienstag. 
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BerlinDie Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), zeigt sich enttäuscht über das Verhalten der Entscheidungsträger in Risikogebieten. Nach dem Treffen der Länderchefs mit der Kanzlerin am Mittwochabend wurde sie in der ARD-Talkshow „Maischberger“ erneut auf die Lage in Berlin und konkret auf den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD) angesprochen.  

„In erster Linie hat der Verantwortung, der ein Risikogebiet hat. Und der muss auch sagen, was muss in diesem Risikogebiet passieren, damit wir wieder von den Zahlen runterkommen“, erklärte sie der Talkmasterin Sandra Maischberger.

Man hätte die Leute, bevor ihre Region Risikogebiet wird, deutlich über drohende Reisebeschränkungen informieren sollen, so Schwesig. „Den Leuten wurde in Wahrheit nicht gesagt, was auf sie zukommt, wenn sie Risikogebiet werden. Ich würde mir diese Offenheit und diese Ehrlichkeit wünschen.“ Es gebe keinen Mut in den Risikogebieten, Entscheidungen zu treffen.   

Schwesig verwies darauf hin, dass Mecklenburg-Vorpommern während der Pandemie fünf Millionen Touristen beherbergt hatte und immer noch die niedrigsten Infektionszahlen habe. Die Landeschefin forderte erneut Corona-Beschlüsse, die bundesweit einheitlich sind.

Zu den Herbstferien wollen wieder viele Berliner nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. Beliebte Reiseziele sind Rügen, Usedom und Hiddensee.