Verteidigung

Strack-Zimmermann will 900.000 deutsche Reservisten aktivieren

Wegen eines möglichen russischen Angriffsplans ist die FDP-Verteidigungspolitikerin alarmiert. Zunächst sollten nun diejenigen registriert werden, die in Deutschland als Reservisten gelten.

Wahlkampfveranstaltung zur Europawahl 2024 der FDP mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die Verteidigungspolitikerin zeigt sich alarmiert angesichts möglicher Angriffspläne Russlands gegen den Westen.
Wahlkampfveranstaltung zur Europawahl 2024 der FDP mit Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Die Verteidigungspolitikerin zeigt sich alarmiert angesichts möglicher Angriffspläne Russlands gegen den Westen.Rene Traut/imago

Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP) hat dazu aufgerufen, die 900.000 Reservisten in Deutschland zu aktivieren. Grund für die Forderung der Verteidigungspolitikerin seien mögliche Angriffspläne Russlands gegen den Westen. Gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe sagte Strack-Zimmermann am Samstag: Russlands Präsident Wladimir Putin „trimmt sein Volk auf Krieg und bringt es in Stellung gegen den Westen. Daher müssen wir so schnell wie möglich verteidigungsfähig werden.“

Die ungefähr 900.000 Reservisten müssten daher ihrer Ansicht nach zunächst registriert werden. Die Bundeswehr habe Soldaten, die aus dem aktiven Dienst ausgeschieden seien, über Jahrzehnte nicht mehr erfasst. „Wenn wir nur die Hälfte davon mit ihrer entsprechenden Expertise als Reservisten gewinnen könnten, wäre das ein unglaubliches Pfund“, sagte sie. Die FDP-Politikerin appellierte an Unternehmen, den Reservisten unter ihren Angestellten eine gewisse Zeit für diese Aufgabe einzuräumen. Auch das sei Teil der Zeitenwende.

Strack-Zimmermann: Schulbücher stellen Deutschland als Aggressor dar

Mit Blick auf Russland sagte Strack-Zimmermann, das Land produziere „nur noch Waffen“. Es würden Schulbücher gedruckt, die Deutschland als Aggressor darstellten, zudem würden Grundschulkinder an der Waffe ausgebildet, fuhr die FDP-Politikerin fort. Das sei beängstigend.

„Der russische Angriff gegen uns hat bereits begonnen“, sagte Strack-Zimmermann den Funke-Zeitungen und verwies auf Cyberangriffe, Spionage und gezielt ausgelöste Fluchtbewegungen. „Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass uns der Krieg in der Ukraine unmittelbar betrifft.“ Wenn Putin erfolgreich sei, werde er „seine Raubzüge fortsetzen“, sagte Strack-Zimmermann mit Verweis auf Georgien und Moldau. Und wenn Putin meine, dass die Zeit gekommen sei, „wird er auch das Baltikum angreifen“.

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