Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, kritisiert den Berliner Senat.
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BerlinDer bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kritisiert die Uneinigkeit des Berliner Senats im Zusammenhang mit der Bekämpfung der Corona-Pandemie. „Die Pandemie macht an keinen Landesgrenzen halt“, sagte Söder dem Tagesspiegel am Sonntag. „Großstädte mit ihrer Bevölkerungsdichte sind anders gefordert, zumal hier Liberalität und Freiheit besonders hoch geschätzt werden“", betonte Söder. 

„Die steigenden Infektionszahlen und die sich häufenden Quarantänemaßnahmen sind der Beleg dafür.“ Söder bekomme nach eigenen Angaben gerade auch aus Berlin Zuschriften von Bürgern, „die sich über die Unvernunft anderer beklagen“.

Söder kritisierte eine Uneinigkeit im rot-rot-grünen Berliner Senat, was die Strenge der Maßnahmen betreffe. Sein Eindruck sei, dass Berlin mit Dilek Kalayci (SPD) eine sehr engagierte Gesundheitssenatorin habe. Bei den Ministerpräsidententreffen aber „war Berlin immer an vorderster Front der Lockerer“, kritisierte Söder mit Blick auf den Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD).