Mars-Sonde „InSight“ misst drei Beben auf Rotem Planeten 

Das längste und stärkste Mars-Beben dauerte rund anderthalb Stunden. Um die Messungen überhaupt durchführen zu können, griffen die Nasa-Forscher zu einem Trick.    

Der „InSight“-Lander der Nasa hat im Frühjahr ein Selfie geschossen. Es wurde aus 14 Einzelaufnahmen zusammengesetzt (Archivbild). 
Der „InSight“-Lander der Nasa hat im Frühjahr ein Selfie geschossen. Es wurde aus 14 Einzelaufnahmen zusammengesetzt (Archivbild). dpa/Nasa/JPL-Caltech

Washington-Drei große Beben hat der Mars-Lander „InSight“ innerhalb von vier Wochen auf dem Roten Planeten gemessen – darunter eins, das den Mars-Boden rund anderthalb Stunden wackeln ließ. Die ersten zwei Beben am 25. August hätten Stärken von 4,2 und 4,1 gehabt, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Das bislang längste und stärkste von „InSight“ gemessene Beben geschah am 18. September – es hatte eine Stärke von 4,2 und dauerte rund anderthalb Stunden.

Dass der 2018 auf dem Mars angekommene stationäre Lander die Beben überhaupt messen konnte, liegt auch an einem Trick der Nasa-Forscher, mit dem sie die Energieversorgung des Seismometers sicherstellten: Mit einem Roboter-Arm des Landers streuten sie Sand in die Nähe einer Solarzelle. Als der Wind diesen über die Solarzelle wehte, nahm er dabei auch einen großen Teil des dort abgelagerten Staubs mit – und die Solarzelle konnte den Lander weiter mit Energie versorgen.