Berlin - Hunderte Bundespolizisten und Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn haben am Montag in ganz Deutschland schwerpunktmäßig die Einhaltung der Maskenpflicht in den Zügen kontrolliert. Schon vergangene Woche hatte der bundeseigene Konzern angekündigt, die Kontrollen im Dezember noch einmal verstärken zu wollen.

Täglich soll in bis zu 50 Prozent der Fernzüge kontrolliert werden, hieß es. Mit dem Aktionstag will die Bahn erneut auf das Thema aufmerksam machen. Wie viele Mitarbeiter und Beamten genau unterwegs waren und wie viele es normalerweise sind, teilte die Bahn zunächst nicht mit. „Inzwischen sind Verstöße die absolute Ausnahme“, teilte Personenverkehrsvorstand Berthold Huber mit.

Das Maskentragen ist in allen öffentlichen Verkehrsmitteln Pflicht. Die Bundespolizei ermahnte in den vergangenen Wochen bereits Zehntausende Bahnfahrer und Bahnhofsbesucher wegen Verstößen.

Wer ohne Maske erwischt wird, muss 50 Euro zahlen

Auch die BVG beteiligte sich am Montag am bundesweiten Aktionstag zur Maskenkontrolle. Das Nicht-Tragen einer Maske kostet bei den Berliner Verkehrsbetrieben seit Juni Geld – rund 7000 solcher Vertragsstrafen hat das Unternehmen seither verhängt. Auch deshalb trügen inzwischen 95 bis 98 Prozent der Fahrgäste ihre Mund-Nasen-Bedeckung vorschriftsmäßig, sagte ein Sprecher am Montag. „Das waren schon einmal deutlich weniger.“ Kontrolliert werde die Einhaltung der Maskenpflicht in Bussen und Bahnen aber ohnehin jeden Tag bereits seit April.

Bei den Strafen in Höhe von jeweils 50 Euro handelt es sich demnach nicht um Bußgelder. Sie werden vielmehr fällig, weil die Fahrgäste in einem solchen Fall gegen die Beförderungsbedingungen der BVG verstoßen. Wie beim Fahren ohne Ticket zieht das eine sogenannte Vertragsstrafe nach sich.