Berlin - Bei zwei Kontrollen der coronabedingten Maskenpflicht auf dem U-Bahnhof Kottbusser Tor wurden offiziellen Angaben zufolge drei Polizisten verletzt. Zwei der Beamten konnten demnach ihren Dienst danach nicht mehr fortsetzen, der dritte „trat später vom Dienst ab“, hieß es.

Laut Polizei sah eine Streife gegen 22 Uhr einen Mann ohne Mund-Nasen-Bedeckung auf dem Bahnsteig der U8 eine Zigarette rauchen. Als Beamte ihn auf sein Verhalten ansprachen, soll er nach ihnen getreten und geschlagen haben. Er wurde zu Boden gebracht und gefesselt. Neben den Polizisten wurde auch der 26-jährige Tatverdächtige verletzt und durch einen Rettungswagen vor Ort behandelt.

Mit der Faust ins Gesicht geschlagen

Im zweiten Fall teilten BVG-Sicherheitsmitarbeiter einer Streife gegen 23 Uhr mit, dass sich auf dem Zwischendeck des U-Bahnhofs ein Mann ohne Mund-Nasen-Bedeckung aufhalte. Dieser weigere sich, die Haltestelle zu verlassen. Die beiden Beamten wollten den 37-Jährigen überprüfen, er machte aber keine Angaben zu seiner Person, wie es hieß.

Bei einer angekündigten Durchsuchung mit dem Ziel, Ausweisdokumente zu finden, soll der Mann dann unvermittelt einem Polizisten mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Auch er wurde den Angaben zufolge überwältigt und gefesselt. Der Beamte erlitt durch den Schlag eine Augenverletzung, die in einem Krankenhaus ambulant behandelt werden musste.