Berlin - Die Kundin eines Supermarkts in Berlin-Charlottenburg hat am Freitagabend einen Mitarbeiter des Ladens offenbar rassistisch beleidigt. Der Mann hatte sie zuvor auf ihre fehlende Mund-Nasen-Bedeckung hingewiesen. Wie die Polizei Berlin am Sonnabend bekannt gab, ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz nun wegen des Verdachts einer Beleidigung mit fremdenfeindlichem Hintergrund gegen die Frau.

Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge habe die Frau dem Mitarbeiter gegenüber angegeben, ein Attest zu besitzen, das sie von der Tragepflicht befreie. Vorzeigen wollte sie es aber mit Verweis auf den Datenschutz nicht. Daraufhin gerieten die beiden in Streit, wobei die rassistische Bemerkung gefallen sein soll. Die Auseinandersetzung wurde schließlich vor dem Laden fortgesetzt, nachdem der Mitarbeiter die Frau aufgefordert hatte, den Markt zu verlassen und diese ihren Einkauf an der Kasse bezahlt hatte.

Die 39-Jährige zeigte den 47-Jährigen später wegen versuchter Körperverletzung vor dem Geschäft an. Polizeieinsatzkräften gegenüber konnte sie das Attest, das sie vom Tragen der Maske befreit, vorweisen.