Berlin - Deutsche Grundschüler schneiden im internationalen Vergleich in Mathematik und Naturwissenschaften eher mittelmäßig ab. Das zeigen die Ergebnisse der alle vier Jahre durchgeführten Untersuchung TIMSS (Trends in International Mathematics and Science Study). Anders als bei der Pisa-Studie, bei der die Leistungen von 15-Jährigen verglichen werden, geht es bei TIMSS um Viertklässler.

In Mathematik erreichten die 4900 repräsentativ ausgewählten deutschen Schülerinnen und Schüler bei den 2019 durchgeführten Tests einen Punktwert von 521 und blieben dabei ungefähr auf dem Niveau der letzten Erhebung von 2015 (522 Punkte). Sie lagen damit zwar deutlich über dem internationalen Mittelwert (501 Punkte) aller 58 teilnehmenden Staaten und sechs Regionen, aber auch deutlich unter den Mittelwerten der teilnehmenden EU-Staaten und OECD-Staaten.

Naturwissenschaften: Schlechter als 2015

Ähnlich sieht es in den Naturwissenschaften (Physik, Biologie, Chemie, Geografie) aus: Die Grundschüler aus Deutschland landeten mit 518 Punkten über dem internationalen Mittelwert (491), aber ebenfalls unter dem EU- und OECD-Durchschnitt. Zudem hat sich hier das Ergebnis im Vergleich zur letzten Studie (528 Punkte) verschlechtert.

Das laut Studie höchste Kompetenzniveau in Mathematik erreichten nur sechs Prozent der deutschen Schüler. In Singapur erreichte es mehr als jedes zweite Kind, in Südkorea mehr als jedes dritte. In Deutschland ist dagegen der Anteil der Kinder, die gerade einmal über – aus Sicht von TIMMS – „elementare mathematische Fähigkeiten“ verfügen, mit 25,4 Prozent relativ hoch.