Berlin - Mit zwei Neuerungen innerhalb weniger Monate hievt die Post ihre altgediente Briefmarke ins 21. Jahrhundert. Ende des vergangenen Jahres wurde die mobile Briefmarke eingeführt, die einfach online bezahlt und als handgeschriebener Code auf dem Briefumschlag ausreicht – und nun kommt noch die Matrix-Briefmarke. Mit der können Briefsendungen zukünftig auch vom Absender nachverfolgt werden.

Die neuen Briefmarken werden zukünftig mit einem QR-Code versehen, den es jeweils nur ein einziges Mal gibt. Damit ist dann jeder Brief individuell identifizierbar – und damit auch nachverfolgbar. Mit diesem QR-Code ist ersichtlich, ob der Brief bereits im Start- oder Zielbriefzentrum bearbeitet wurde. Zuvor war so ein Service nur gegen einen Aufpreis bei einem Einschreiben möglich. Teurer wird der Briefversand jedoch nicht. Weiterhin soll ein Normalbrief 80 Cent kosten.

Matrix-Briefmarke bringt auch der Post viele Vorteile

Das Tracking ist nicht nur für den Briefschreiber an sich ein interessantes Tool zur Sendungsnachverfolgung. Auch die Post kann so herausfinden, wo ein möglicherweise verlorener Brief zuletzt registriert wurde. Und noch einen angenehmen Nebeneffekt hat diese Neuerung für die Post: Briefmarken werden auf diese Weise fälschungssicherer und auch eine doppelte Verwendung von Marken ist ausgeschlossen.

Briefmarkenliebhaber müssen übrigens keine Sorge haben. Der QR-Code wird nicht über dem jeweiligen Motiv liegen, sondern daneben – und er wird für sie sogar einen Mehrwert bieten: Denn auf dem Code soll auch ein Link gespeichert sein, der Informationen zu Motiv und Marke bereithält.

Los geht es mit dem neuen Service der Post am 4. Februar.