Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.
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SchwerinNach Informationen der „Schweriner Volkszeitung“ sollen Dienstreisen nach Berlin Menschen aus Mecklenburg-Vorpommern untersagt werden. Für Donnerstagabend war kurzfristig eine außerordentliche Kabinettssitzung der Landesregierung anberaumt worden, um über das Vorgehen angesichts der Einstufung Berlins als Risikogebiet zu beraten. Mit Beginn der Herbstferien in der Bundeshauptstadt werden zum Wochenende Tausende Urlauber von dort im Nordosten erwartet.

Mecklenburg-Vorpommern hat für Besucher aus Corona-Hotspots mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen hohe Hürden für die Einreise gesetzt. Berlin hat diese Zahl am Donnerstag überschritten, zuvor hatte der Wert schon in einigen Bezirken der Hauptstadt über der kritischen Schwelle gelegen.

Neben einem aktuellen negativen Virus-Test schreibt die Corona-Landesverordnung eine 14-tägige Quarantäne unmittelbar nach der Einreise vor. Die Wartezeit kann durch das zuständige Gesundheitsamt verkürzt werden, wenn ein zweiter, selbst zu bezahlender Test nach fünf bis sieben Tagen ebenfalls negativ ausfällt. Die Tourismuswirtschaft im Nordosten befürchtet angesichts dieser Maßgaben drastische Folgen für die Geschäfte der kommenden Wochen.