SchwerinWegen eines positiven Corona-Befunds bei einem Mitarbeiter der Staatskanzlei in Mecklenburg-Vorpommern hat Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) den Corona-Gipfel ihres Kabinetts mit Vertretern von Kommunen und Verbänden abgebrochen. 

Die Beratungen sollen als Telefonkonferenz fortgesetzt werden, wie die Staatskanzlei in Schwerin mitteilte. Demnach war die betroffene Person kürzlich aus dem Berchtesgadener Land in Bayern zurückgekehrt, der Region in Deutschland mit der aktuell höchsten Infektionsdichte.

Die Ministerpräsidentin habe seit dessen Rückkehr zwar keinen direkten Kontakt zu dem infizierten Mitarbeiter gehabt, allerdings zu Kontaktpersonen, die nun einem Corona-Test machen würden. Eine dieser Personen sei auch kurzfristig bei den Beratungen anwesend gewesen, ehe der Fall in der Staatskanzlei bekannt wurde.

Vor diesem Hintergrund habe die Regierungschefin entschieden, ihre Arbeit freiwillig von Zuhause fortzusetzen, bis die Ergebnisse der Tests vorliegen. Die Staatskanzlei gehe damit über die in einem solchen Fall notwendigen Sicherheitsvorkehrungen hinaus, hieß es.

Auf der Tagesordnung des Corona-Gipfels hatten mehreren Änderungen der Corona-Landesverordnung gestanden. Zum einen geht es um die Anpassung der Quarantäne-Verordnung, mit der Einreisen von Urlaubsgästen aus Corona-Risikogebieten nach Mecklenburg-Vorpommern erleichtert werden sollen. Am Dienstag kippte ein Gericht zudem das dortige Beherbergungsverbot.