Deutlich weniger Menschen bei Protesten gegen Energiepolitik

Besonders in Ostdeutschland wird regelmäßig auf Montagsdemonstrationen gegen die Energiepolitik protestiert. So langsam nimmt die Resonanz offenbar ab.

Demonstranten ziehen bei einer Protestaktionen gegen die Energiepolitik  durch die Innenstadt von Schwerin. 
Demonstranten ziehen bei einer Protestaktionen gegen die Energiepolitik durch die Innenstadt von Schwerin. dpa/Jens Büttner

Bei frostigen Temperaturen sind die sogenannten Montagsdemonstrationen gegen die Energiepolitik und gegen Waffenlieferungen in Mecklenburg-Vorpommern diesmal kleiner ausgefallen als sonst. Wie Polizeisprecher in Rostock und Neubrandenburg sagten, kamen bis zum frühen Abend landesweit etwas mehr als 2500 Menschen zusammen. Das waren rund ein Drittel weniger als in der Vorwoche. Eine genaue Gesamtübersicht zu Teilnehmerzahlen aus allen Orten lag aber noch nicht vor, da einige Aktionen noch liefen, hieß es.

Protestkundgebungen wurden unter anderem aus Rostock, Güstrow, Parchim, Wismar, Neubrandenburg, Neustrelitz und Waren gemeldet. Dabei wurden die meisten Teilnehmer diesmal mit je 350 Leuten in Waren und Neustrelitz gemeldet.

In Ostdeutschland finden regelmäßig Demonstrationen statt

Damit liegt die Gesamtzahl der protestierenden Menschen nun wieder auf dem Niveau von Anfang September, als die Aktionen wieder begonnen hatten. Ende September waren mit 11.500 Menschen die höchste Zahl bei Protesten gegen die hohe Inflation und hohe Energiekosten gezählt worden.

Für diesen Donnerstag hat ein Unternehmerbündnis aus MV erneut zu Autokorsos gegen Inflation und hohe Energiekosten aufgerufen, die in neun Städten im Nordosten angemeldet sind, darunter in Rostock, Schwerin, Stralsund und Neubrandenburg.

In Schwerin kamen außerdem 170 Menschen zu einer Demonstration unter dem Motto „Für Frieden, Zusammenhalt und gegen die Angst“, die erstmals montags unter anderem vom Flüchtlingsrat MV organisiert wurde.

Besonders in Ostdeutschland finden regelmäßig Montagsdemonstrationen gegen die Energiepolitik der Bundesregierung, die Inflation und die Sanktionen gegen Russland statt. Beobachter beobachten, dass sowohl linke als auch rechte Kräfte Menschen für die Proteste mobilisieren. Bisher belief sich die Teilnehmerzahl bei einigen Hundert Personen.