Berlin - Die Priorisierung beim Impfen sollte nach Auffassung der oppositionellen Linken in Mecklenburg-Vorpommern beendet werden. „Da in absehbarer Zeit ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen, sollte die Priorisierung bestimmter Gruppen aufgehoben werden“, verlangte die Fraktionsvorsitzende Simone Oldenburg am Montag mit Blick auf den Impfgipfel von Bund und Ländern. „Alle Menschen sollten die Chance haben, sich in einem Zentrum oder beim Arzt ihres Vertrauens impfen zu lassen.“ Jeder Geimpfte schütze sich und andere und trage so dazu bei, die Pandemie-Welle zu brechen. „Impfen, impfen, impfen – das ist das Gebot der Stunde.“

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) bremst an dem Punkt laut NDR. Entsprechende Entscheidungen könnten erst getroffen werden, wenn mehr Impfstoff da sei, sagte Schwesig laut NDR. Es zeichne sich zwar ab, dass die Lieferungen größer würden, doch der Impfstoff werde erst einmal für Zweitimpfungen benötigt. Ein Wegfallen der Impfreihenfolge sei noch nicht möglich. Das Präparat von Astrazeneca hat Mecklenburg-Vorpommern allerdings vorige Woche für alle Altersgruppen freigegeben, weil es anhaltende Schwierigkeiten gab, den Impfstoff an die Berechtigten zu bringen.