Waren - Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat wegen Verstößen gegen die Corona-Maskenpflicht Verwarngelder gegen fast die ganze Stadtvertretung von Waren an der Müritz erlassen. Wie eine Sprecherin des Kreises am Montag erklärte, wurde bei der Sitzung am 17. März gegen die betreffende Landesverordnung verstoßen. Damals hatte es der Präsident der Stadtvertretung, Rüdiger Prehn (Linke), mit Blick auf regional sehr niedrige Inzidenzzahlen, Anwesenden und Stadtvertretern freigestellt, am Platz den Mund-Nasen-Schutz abzulegen. Nicht alle, aber das Gros der Anwesenden folgte dem. Danach hatte Prehn die Fehlinterpretation seinerseits eingeräumt und sich entschuldigt.

Die mehr als 20 betroffenen ehrenamtlichen Abgeordneten sollen nun je 55 Euro Verwarngeld zahlen. Für den Stadtpräsidenten prüft die Kreisverwaltung ein Bußgeld, hieß es. Dessen Höhe würde laut Landesverordnung zwischen 500 und 1000 Euro liegen. „Die Verwaltung trägt auch eine Mitschuld“, räumte Warens Bürgermeister Norbert Möller (SPD) ein. Man hätte die ehrenamtlichen Kommunalpolitiker rechtzeitig darauf aufmerksam machen müssen, was leider nicht passiert sei. Die Kommunalpolitiker hätten aber immer 1,5 Meter voneinander entfernt gesessen.

In der Stadt lag die Wocheninzidenz damals bei 4,2 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, im Bundesland bei 64,7. Bei Verstößen gegen die Maskenpflicht kann laut Verordnung ein Bußgeld zwischen 50 und 150 Euro verhängt werden.