Timmendorf: Für die gesamte deutsche Ostseeküste wurde am Mittwoch eine Sturmflutwarnung herausgegeben.
Foto: dpa/Jens Büttner

RostockEine Sturmflut hat am Mittwoch die Ostseeküste Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins erreicht. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) rechnet für die gesamte deutsche Ostseeküste mit Wasserständen zwischen 1,10 Metern und 1,30 Metern über dem mittleren Wasserstand. Der Höhepunkt wird am Abend erwartet.

Teile des Stralsunder Hafens etwa standen bereits am Vormittag unter Wasser. „Der Pegel steigt etwa alle zehn Minuten um einen Zentimeter an“, sagte ein Sprecher der Stadt. Das Wasser stand da knapp einen Meter über Normal, 20 Zentimeter wurden noch erwartet. Besitzer von Häusern in Hafennähe sicherten diese vorsorglich. In Rostock-Warnemünde schwappte das Wasser über die Mittelmole.

Auf Rügen wurden wegen des Sturms mehrere Straßen gesperrt, im Landkreis Vorpommern-Greifswald fielen zahlreiche Bäume um. Das Sperrwerk in Greifswald wurde vorsorglich geschlossen. Der Fährverkehr zwischen Hiddensee und Schaprode sowie zwischen Hiddensee und Stralsund wurde eingestellt.

In der Lübecker Innenstadt wurden am Mittag Straßen und Parkplätzen überschwemmt. Die Stadt hatte am Morgen dazu aufgerufen, Autos aus den gefährdeten Bereichen zu entfernen. Erst am Nachmittag wird der Scheitelpunkt des Hochwassers erwartet und frühestens am Abend beruhigt sich die Lage dann wieder. In der Lübecker Bucht sind sogar Wasserstände bis 1,40 Meter über dem mittleren Wasserstand möglich, wie das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) mitteilte. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes kann es in Schleswig-Holstein zu Böen der Windstärke 8 bis 9 kommen.