Manuela Schwesig (SPD), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, möchte die Corona-Zahlen in ihrem Bundesland gering halten. 
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Schwerin/BerlinDie Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), hat am Dienstagmorgen im „ARD-Morgenmagazin“ das Beherbergungsverbot für Touristen aus Risikogebieten verteidigt. Ihr Bundesland werde bei einer Lockerung nicht mitmachen, erklärte sie.  

Die Regelung jetzt sei auch nicht neu. Schon in Mai hätten sich die Bundesländer darauf verständigt, dass mit Risikogebieten auch im Inland besonders umgegangen werden soll, agrumentierte Schwesig. Am Mittwoch will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über die Corona-Lage beraten.

„Wir sind Tourismus-Land Nummer eins und wollen unseren Gästen sicheren Tourismus bieten. Wir haben gezeigt, dass es geht“, so Manuela Schwesig weiter. Während der Corona-Zeit habe Mecklenburg-Vorpommern fünf Millionen Touristen beherbergt und sei immer noch das Bundesland mit den geringsten Infektionszahlen.

„Es stimmt auch nicht, dass Menschen aus Risikogebieten nicht kommen können. Sondern Touristen haben eben strengere Auflagen, wenn sie aus einem Risikogebiet kommen“, sagte die Landeschefin.

Konkret sollen diese Auflagen wie folgt aussehen: Neben einem aktuellen negativen Corona-Test schreibt die Corona-Landesverordnung weiterhin eine 14-tägige Quarantäne unmittelbar nach der Einreise vor. Es sei denn, es liegt ein zweiter negativer Corona-Test vor. Betroffene, die die Kernfamilie in Mecklenburg-Vorpommern besuchen, brauchen wiederum keinen Test.  

Mit Blick auf die Situation in Berlin sagte Schwesig:  „Mecklenburg-Vorpommern hat nicht zu verantworten, wenn andere Regionen Risikogebiete werden. Wir wollen nicht Risikogebiet werden.“ Auch in Mecklenburg-Vorpommern würden die Zahlen steigen, wenn Menschen aus Risikogebieten kommen. Warum Inlandsreisen jetzt unbedenklich sein sollen, erschließe sich ihr nicht.