Schwerin - Die SPD hat die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern gewonnen. Nach Auszählung aller Wahlkreise erreichten die Sozialdemokraten 39,6 Prozent der Stimmen, wie auf der Internetseite der Landeswahlleiterin mitgeteilt wurde. Die AfD landete demnach mit 16,7 Prozent auf Platz zwei, die CDU mit 13,3 Prozent auf Platz drei.

Wahlbeteiligung deutlich höher als bei der vorigen Wahl

Die Wahlbeteiligung lag laut ARD bei 70,8 Prozent und damit deutlich höher als bei der vorigen Wahl. Damals hatte sie bei 61,6 Prozent gelegen.

Schwesig sprach von einem „klaren Votum“ für ihre Partei. Die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern hätten „ganz klar die SPD und mich mit der Regierungsbildung beauftragt“. Ihr Ziel sei eine „stabile Regierung“, sagte sie am Sonntag. Die Gremien ihrer Partei würden am Montagabend beraten, mit wem sondiert werden solle. Für die SPD sei neben Stabilität und Verlässlichkeit auch entscheidend, mit wem sie ihre Themen voranbringen könne.

CDU-Spitzenkandidat Sack sprach von einem enttäuschenden Ausgang der Wahl. Das Ergebnis werde seine Partei in den kommenden Tagen aufarbeiten. Ob die CDU auch weiterhin für eine Koalition mit der SPD zur Verfügung stehen würde, ließ er zunächst offen. Der Landesvorstand werde am Montagabend darüber beraten, sagte er. Zwar hätten die Bürger der Landesregierung ein „gutes Zeugnis“ ausgestellt, aber die CDU habe davon nicht profitieren können.

Hochrechnungen unterbieten das schlechte CDU-Ergebnis von der Wahl 2016

CDU-Generalsekretär Wolfgang Waldmüller bezeichnete das Ergebnis als „eine Katastrophe“. Schon das Ergebnis 2016 war für die CDU historisch schlecht gewesen. Den Hochrechnungen zufolge würde die Partei dieses nun noch einmal um über fünf Prozent unterbieten.

FDP-Spitzenkandidat René Domke betonte die Bereitschaft seiner Partei für Koalitionsgespräche. Die FDP stehe „bereit“, sagte er am Wahlabend. Grünen-Spitzenkandidatin Anne Shepley sagte, ihre Partei sei „gesprächsbereit mit allen demokratischen Parteien“. Die Linken-Spitzenkandidatin Simone Oldenburg warb für einen „Linksschwung“ in dem Bundesland. AfD-Spitzenkandidat Nikolaus Kramer kündigte am Sonntag eine „solide Oppositionsarbeit“ an.