Rom/Mailand. Im deutschen Sprachraum darf die italienische Sängerin Milva allein dafür gerühmt werden, dem überwiegend einfältigen Schlagergenre auf die Sprünge geholfen zu haben. Ende der 70er-Jahre wurde ihr Lied „Zusammenleben“ nach der Musik des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis zu einem lange nachhallenden Hit, der nicht zuletzt dadurch bestach, dass Milva darin ihren kaum zu verbergenden Akzent zu einem Charaktermerkmal machte. Das Stück handelte von der leidenschaftlichen Liebe einer emanzipierten Frau, und Milva scheint darin jedes gesungene Wort auf die Goldwaage legen und so vom Verdacht schlagerhafter Banalität befreien zu wollen. „Ich mag dich, weil du klug und zärtlich bist“ lautet die Kernzeile dieses Liebesliedes zwischen Hingabe und Selbstbehauptung.

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