Ein Zug der Metronom in Niedersachsen.
Foto: dpa/Ole Spata

LüneburgMehr als 80 Schwarzfahrer haben in einem Regionalzug Richtung Hamburg die Schaffnerin angepöbelt und anschließend Beamte der Bundespolizei attackiert. 

Die kurdische Jugendgruppe war nach Angaben der Bundespolizei am Donnerstag von einem Demo-Camp in Lüneburg unterwegs nach Hamburg. Bei der Kontrolle der Fahrscheine konnten sie keine vorweisen, begannen jedoch, die Zugbegleiterin anzupöbeln. Daraufhin stoppte der Zug am Bahnhof in Bardowick. 

Als die herbeigerufene Bundespolizei die Personalien der Schwarzfahrer aufnehmen wollte, wurden die Beamten mit Tritten und Schlägen attackiert. Mehrere Bundespolizisten wurden leicht verletzt. Die Beamten setzten Pfefferspray gegen die Gruppe ein. 

Alle Gruppenmitglieder erwartet ein Strafverfahren wegen Erschleichen von Leistungen. Des Weiteren wurden mehrere Strafverfahren wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet. Die Überprüfung der Personalien ergab zudem, dass sich etwa ein Dutzend Mitglieder der Gruppe unerlaubt in Deutschland aufhält, darunter auch drei Jugendliche.

Die Bundespolizei war mit mehr als 200 Beamten im Einsatz.