Washington - In den USA hat die Zahl der Corona-Toten die Schwelle von einer halben Million überschritten. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore wurde die Marke von 500.000 Toten am Montag überstiegen. Demnach wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 28 Millionen Infektionen bestätigt.

Die US-Regierung wird ihre Flaggen für fünf Tage auf halbmast setzen, um der Corona-Toten in den Vereinigten Staaten zu gedenken. Präsident Joe Biden wollte dies im Rahmen einer Gedenkveranstaltung anlässlich des „traurigen Meilensteins“ am Montagabend (Ortszeit) anordnen, sagte seine Sprecherin Jen Psaki bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

Biden wollte am Montagabend (Dienstag, 0.00 Uhr MEZ) in einer Ansprache der Opfer der Pandemie gedenken. Im Anschluss wollten Biden, Vizepräsidentin Kamala Harris und ihre Ehepartner eine Schweigeminute abhalten. „Sie werden alle Amerikaner auffordern, sich beim Sonnenuntergang dem Moment der Stille während des Entzündens der Kerzen anzuschließen“, sagte Psaki.

Bisher 28 Millionen bestätigte Corona-Infektionen in den USA

Die Behörden in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, haben bislang gut 28 Millionen bestätigte Infektionen gemeldet. Täglich kommen im Schnitt knapp 70.000 Neuinfektionen dazu, der niedrigste Wert seit Ende Oktober. Auch die Neuaufnahmen in Krankenhäusern gehen zurück. Doch weiter sterben durchschnittlich pro Tag mehr als 2000 Menschen nach einer Infektion.

In keinem anderen Land der Welt hat es in absoluten Zahlen so viele bestätigte Corona-Todesfälle gegeben wie in den USA. Ein direkter Ländervergleich zeigt, dass die Sterblichkeitsrate in mehreren Staaten Europas deutlich höher ist. In den USA starben den Johns-Hopkins-Daten zufolge 152 Menschen pro 100.000 Einwohner. In Belgien liegt dieser Wert bei 192, in Großbritannien bei 181, in Italien bei 158. In Deutschland sind demnach 82 Menschen pro 100 000 Einwohner gestorben. Experten gehen zudem in vielen Ländern bei Infektionen und Todesfällen von einer hohen Dunkelziffer aus.

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