Egal wie herum man sie dreht, USB-C-Stecker passen immer. Ab 2024 müssen in der EU alle elektronischen Geräte, die groß genug sind und über einen Akku verfügen, mit einem USB-C-Anschluss ausgestattet sein. Mit jedem USB-C-Kabel kann man Smartphones und andere Geräte wie Tablets, Kameras, Kopfhörer und tragbare Lautsprecher laden – wie schnell, darüber entscheidet vor allem die Wattstärke des Netzteils.

Doch über das Laden hinaus haben USB-C-Kabel noch andere Fähigkeiten, die vom USB Implementers Forum (USB IF) festgelegt werden: USB-C-Kabel können vor allem auch Daten übertragen. Wem hier die Geschwindigkeit wichtig ist, muss beim Kauf prüfen, was das jeweilige Kabel kann.

Lahme Strippe oder flottes Kabel

Denn die günstigsten Strippen um fünf Euro herum verschicken Daten nur relativ langsam, etwa mit bis zu fünf oder zehn Gigabit pro Sekunde (Gbit/s). Wer um die zehn Euro für ein USB-C-Kabel ausgibt, erhält meist auch die Möglichkeit, deutlich flotter Daten zu übertragen – theoretisch bis zu 20 Gbit/s.

Inzwischen laufen alle drei genannten Geschwindigkeiten unter USB 3.2. Käuferinnen und Käufer können nur auf das USB-Logo mit dem Hinweis 5, 10 oder 20 (Gpbs) achten. Allerdings ist die Auszeichnung alles andere als einheitlich und verlässlich. Und natürlich ist die erreichbare Datenübertragungsrate auch immer abhängig von den angeschlossenen Geräten. Im Zweifel also ausprobieren.

USB 4 als Königsklasse

Wer um die 20 Euro oder mehr ausgibt, erhält in der Regel ein Kabel, das die neueste USB-4-Spezifikation erfüllt, Daten theoretisch mit bis zu 40 Gbit/s und bis zu 100 Watt Lade- oder Betriebsstrom übertragen kann.

Das ist genug Bandbreite, um etwa einen hochauflösenden Monitor oder eine USB-C-Dockingstation mit mehreren Geräten an ein Notebook anzuschließen. USB 4 ist kompatibel zu weiteren Display- und Daten-Schnittstellen wie Displayport oder Thunderbolt.