Mehr Fällungen als Neupflanzungen: Weniger Straßenbäume

Berlin verliert weiterhin Straßenbäume. Von 2011 bis 2021 wurden zwar fast 28.000 Bäume neu gepflanzt, aber auch fast 60.000 Bäume gefällt, wie aus einer Ant...

ARCHIV - Ein vertrockneter Straßenbaum steht in der Gleimstraße.  /Archivbild
ARCHIV - Ein vertrockneter Straßenbaum steht in der Gleimstraße. /ArchivbildJens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Berlin-Berlin verliert weiterhin Straßenbäume. Von 2011 bis 2021 wurden zwar fast 28.000 Bäume neu gepflanzt, aber auch fast 60.000 Bäume gefällt, wie aus einer Antwort der Umweltverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage von Tommy Tabor (AfD) hervorgeht. Insgesamt begrünten Ende 2021 rund 433.000 Straßenbäume die Stadt. Die Mittel, die den Bezirken für die Bäume zur Verfügung stehen, steigen. 2021 waren es fast 400 Millionen Euro, 2018 lag die Summe noch bei rund 317 Millionen Euro.

Berlins Straßenbäumen geht es insgesamt nicht gut. Im vergangenen September hatte die Umweltverwaltung mitgeteilt, dass erstmals mehr als die Hälfte aller Bäume in Innenstadtlage geschädigt sind. Bei rund 57 Prozent der dort weit verbreiteten Linden, Ahornbäume, Rosskastanien und Platanen wurden laut 2020 demnach leichte bis extreme Schädigungen festgestellt.

Straßenbäume sind in der Stadt nach Angaben der Umweltverwaltung nicht nur den Folgen der Hitze ausgesetzt, sondern auch typischem Stadtstress durch Bauarbeiten, Hunde-Urin, Verkehrsunfälle, Bodenversiegelung sowie Tausalz im Winter. Auch Schädlinge wie die Kastanienminiermotte und der Befall mit Pilzen, Milben oder Mehltau seien verstärkt zu beobachten.