In einem halben Jahr sollen weitere Ausstellungsbereiche des Berliner Humboldt Forums öffnen. „Im September 2022 wird der zweite Teil der Sammlungspräsentationen des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst eröffnet“, teilte ein Sprecher am Mittwoch mit. Inwiefern dort dann die als Raubgut geltenden Benin-Bronzen gezeigt werden, werde noch geklärt.

„Momentan befinden wir uns noch mitten im Prozess der Rückgabeverhandlungen mit Nigeria und können zum jetzigen Zeitpunkt noch keinerlei Aussage dazu machen, ob Bronzen ausgestellt werden und wenn ja, in welcher Form“, teilte der Sprecher mit. „Selbstverständlich hoffen die Stiftung Preußischer Kulturbesitz und die Staatlichen Museen zu Berlin sehr, Kunst aus Benin auch zukünftig im Humboldt Forum zeigen zu können. Das setzt jedoch eine Einigung mit der nigerianischen Seite und deren Zustimmung voraus.“

Schon 500.000 Besucher in den Ausstellungen

Das Humboldt Forum zeigt Exponate aus Asien, Afrika, Amerika und Ozeanien sowie Objekte zur Geschichte Berlins. Die ersten Bereiche waren im vergangenen Jahr eröffnet worden. Seitdem hätten rund 500.000 Besucherinnen und Besucher die Ausstellungen besucht und weitere rund 110.000 die Veranstaltungen, hieß es in der Mitteilung.

Im Sommer soll eine neue Sonderausstellung gezeigt werden. Sie heißt „Songlines. Sieben Schwestern erschaffen Australien“. Die Ausstellung aus dem National Museum of Australia in Canberra erzähle eine der zentralen Schöpfungsgeschichten des Kontinents und soll dann 2023 auch in Paris gezeigt werden.