Berlin - Die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) wünscht sich von der künftigen Berliner Landesregierung einen neuen Vorstoß für eine Bewerbung um die Olympischen und Paralympischen Spiele in der Hauptstadt. „Berlin sollte vorangehen mit eigenen Ideen und Kriterien für nachhaltige, wertegebundene Spiele – und das dann auch mit der Bereitschaft verknüpfen, diese Ideen in Berlin umzusetzen“, sagte Richard Meng, der Präsident der Deutschen Olympischen Gesellschaft Landesverband Berlin, am Dienstag in einer Mitteilung der DOG.

Der frühere Senatssprecher, der seit drei Jahren der DOG Berlin als Präsident voransteht, zollt den Koalitionsparteien Respekt, die künftige Sportpolitik „in einem guten Rahmen abgesteckt“ zu haben, vermisst beim Thema Olympia „mehr Mut und Offensivgeist“. Berlin sollte seine eigene Entscheidung nicht von Entscheidungen vom Bund abhängig machen, sagte der 67-Jährige.

Der Landessportbund Berlin stellte indes erfreut fest, „dass auch die Option einer Bewerbung für Olympische und Paralympische Spiele in den Koalitionsvertrag aufgenommen wurde“, sagte Präsident Thomas Härtel in einer Mitteilung am Dienstag. Das mache aber in der Tat nur Sinn, wenn es ein nachhaltiges Konzept unter Beteiligung der Bevölkerung sei.

Auch Innensenator Geisel befürwortet Olympia-Bewerbung

„Und es passt auch gut zum Koalitionsvertrag der künftigen Ampelkoalition auf Bundesebene. Dort heißt es, dass Sportgroßveranstaltungen wie Olympische und Paralympische Spiele nach Grundsätzen wie Menschenrechten und Nachhaltigkeit ausgerichtet sein müssen“, sagte Härtel, der als SPD-Politiker selbst einige Jahre im Senat der Hauptstadt vertreten war.

Zuletzt hatte sich die Initiative Rhein Ruhr City für die Austragung der Spiele im Sommer 2032 beworben, die nach Brisbane vergeben wurden. Eine Bewerbung Berlins für die Spiele 2036 – 100 Jahre nach den Olympischen Spielen von 1936 – hatte auch Innensenator Andreas Geisel (SPD) befürwortet, der in der neuen Landesregierung erneut als für den Sport zuständiger Innensenator fungieren könnte.