Berlin - In Berlin sind während des jüdischen Lichterfestes Chanukka mehrere Leuchter beschädigt worden. Die Chanukka-Leuchter befanden sich unter anderem am Rathaus Lichtenberg sowie am Bayerischen Platz in Schöneberg. Vom Leuchter am Roten Rathaus wurden zudem die Lampen gestohlen. Laut dem Tagesspiegel übernahm der Staatsschutz nun die Ermittlungen in drei Fällen. 

Der Hersteller soll laut dem Bericht zudem noch von einer Sachbeschädigung an einem weiteren Leuchter berichtet haben. Wo dieser stand, konnte er nicht sagen. Insgesamt waren über die Dauer des Festes vom 28. November bis 6. Dezember 34 Chanukka-Leuchter in der Stadt verteilt, die vom Hersteller nach Ende des Festes wieder eingeholt wurden.

Infoschild am Rathaus Lichtenberg ebenfalls zerstört

„Wir wissen nicht, ob diese Beschädigungen an unseren Schildern durch Sturm, Vandalismus oder Antisemitismus zustande kamen“, so eine Sprecherin gegenüber dem Tagesspiegel. „Sollte es sich um Antisemitismus handeln, wäre das sehr traurig, die positive Botschaft der Leuchter wurde zerstört.“

Zudem wurde am Rathaus Lichtenberg auch ein Infoschild „zerstört und entwendet“, wie das Lichtenberger Register auf Twitter mitteilte. Das Register beschäftigt sich nach eigenen Angaben mit der Erfassung rechter und diskriminierender Vorfälle in Berlin-Lichtenberg. 

Das jüdische Lichterfest Chanukka erinnert an die Weihe des neu errichteten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 vor unserer Zeitrechnung.