Berlin - Der Fischotter könnte nach vielen Jahren nach Berlin zurückkehren. Wie die Stiftung Naturschutz mitteilte, wurde das streng geschützte Tier zuletzt an fünf verschiedenen Standorten entlang der Spree, Havel und des Teltowkanals nachgewiesen.

Mithilfe einer Nachtbildkamera wurden die nächtlichen Aktivitäten des Fischotters festgehalten. Durch die Verbesserung der Wasserqualität in Berliner Flüssen und Seen könnte sich der Otter hier wieder heimisch fühlen, so die Stiftung. Auch am Alexanderplatz wurde ein Jungtier gefunden – das leider dem Straßenverkehr um Opfer fiel. Tierschützer stimmt diese Nachricht trotzdem hoffnungsvoll: Der Fund zeige, dass Fischotter in Berlin nicht nur auf der Durchreise seien, so Susanne Bengsch von der Stiftung Naturschutz. „Das heißt, sie haben ein oder mehrere Reviere etabliert und gehören damit wieder zur Berliner Stadtfauna.“

Der Fischotter ist in vielen Regionen bedroht. In Frankreich stand er kurz vor der Ausrottung, seit der Unterschutzstellung nehmen die Bestände jedoch wieder zu. In der Schweiz gilt er seit 1989 als ausgestorben. Von der Weltnaturschutzunion wird er als „potenziell gefährdet“ eingestuft.