Berlin - Nach der Polizei haben am Dienstagmorgen nun auch Mitarbeiter des Bezirksamtes einen Spätverkauf in der Brückenstraße unter die Lupe genommen. Es ist bereits der zweite Behördeneinsatz in kurzer Zeit in dem in der Berliner Partyszene bekannten Späti in Mitte. Weshalb die Amtsvertreter den eigentlich versiegelten Laden betraten, war zunächst unklar. Die Bezirksamtsmitarbeiter vor Ort wollten auf Nachfrage keine Auskunft geben.

Bereits der erste Einsatz hatte für wilde Diskussionen gesorgt. Denn die Polizei hatte zunächst davon gesprochen, dass sie einen zu einer Geheimtür umgebauten Kühlschrank gefunden hatte. Hinter diesem habe sich ein Club befunden. Dabei handelt es sich um den Club Melancholie 2, der in der Berliner Partyszene allerdings bekannt ist. Auch der „Gag mit dem Kühlschrank“ sei kein Geheimnis gewesen, hieß es kurz nach der Durchsuchung.

Aufgrund der lebhaften Diskussion im Netz teilte die Polizei via Facebook am Montag mit: „Nach Aussage des Bezirksamtes Mitte handelte es sich bei den Räumlichkeiten hinter der Kühlschranktür um einen „echten“, ehemaligen Club. Bei der Vielfalt und den kreativen Formen der Berliner Clubszene zeigt dies: Man kann sie einfach nicht alle kennen.“

Foto: Eric Richard
Diese Drogenutensilien liegen im Schaufenster des Spätis.

Allerdings hätten die Ermittler vom Betäubungsmittelkommissariat auf interne Nachfrage bestätigt: „Bei der Durchsuchung wurden an diversen Orten im Späti und in den ehemaligen Clubräumen betäubungsmittelsuspekte Substanzen gefunden. Anders als hier in den Kommentaren und an anderen Stellen behauptet, wurden Beweismittel selbstverständlich beschlagnahmt und werden nun im Laufe der kriminaltechnischen Untersuchung analysiert“.

Von Seiten des Clubs hatte es dazu geheißen, Polizei und Ordnungsamt hätten lediglich „ein paar Stummel in den Aschenbechern, in denen möglicherweise auch etwas anderes als Tabak war“ gefunden.