Berlin - Die vietnamesische organisierte Kriminalität nutzt Berlin als Dreh- und Angelpunkt für Menschenhandel in Westeuropa. Dies sagte BKA-Referatsleiter für Menschenhandel Carsten Moritz gegenüber dem rbb am Montag.

Ein besonderes Augenmerk liegt offenbar auf dem Lichtenberger Industrie- und Gewerbegebiet. Dort sollen sich viele Geschäftsleute mit vietnamesischen Pass niedergelassen haben. Eine Vielzahl an illegalen Migranten aus Vietnam würden von Berlin aus weitergeschleust, erklärt Moritz. Man gehe von einer hohen Dunkelziffer aus.

Polizei und Zoll entdeckten immer wieder Opfer von Menschenhandel in Massagestudios, Restaurants, Nagelstudios, in der Schlachtindustrie sowie in Bordellen und beim verbotenen Cannabis-Anbau oder Zigarettenschmuggel, heißt es.