Berlin - Im Rahmen eines Aktionstags für Abrüstung hat am Sonnabend eine Menschenkette zwischen Bundeskanzleramt und Bundestag stattgefunden. Mehr als 300 Demonstranten nahmen daran teil. Zur Stunde läuft im Berliner Regierungsviertel die Abschlusskundgebung. Die Teilnehmer waren einem Aufruf des Bündnisses Abrüsten statt Aufrüsten und der Berliner Friedenskoordination (FRIKO) gefolgt. Anlass war die anstehende Haushaltsdebatte im Bundestag in der kommenden Woche.

Die Veranstaltung in Berlin stand unter dem Motto „Frieden statt Aufrüstung!“. Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB), sagte zu Beginn in einer Ansprache: „Macht endlich Schluss mit dem Aufrüstungswahn! Das Gute ist, dass wir nicht nur hier heute in Berlin, sondern auch in 100 anderen Städten in diesem Land Flagge zeigen. Ich finde, das kann sich sehen lassen. Und das zeigt, wie lebendig und wie bunt die Friedensbewegung in diesem Land ist.“ 

DGB-Chef Hofmann rief die Demo-Teilnehmer dazu auf, ihre Corona-Masken zu tragen und die Abstandsregeln bei der Protestaktion einzuhalten. Auch der Bundesvorsitzende der Naturfreunde Deutschlands, Michael Müller, und Jutta Kausch-Henken (FRIKO Berlin) hielten im weiteren Verlauf der Veranstaltung Reden. „Wir brauchen keine europäische Militarisierung. Wir brauchen auch keine Cyberwaffen, und wir brauchen keinen Raketenabwehrschirm“, sagte Kausch-Henken.

Foto: Eric Richard
Demonstranten am Sonnabend vor dem Reichstagsgebäude.