Polnische Spezialkräfte mit einem Ermittler von Europol während des Einsatzes.
Foto: Europol

WarschauEinheiten des polnischen Grenzschutzes Straz Graniczna haben mit der Unterstützung von Europol eine Bande von Menschenschmugglern auffliegen lassen. Das teilte Europol am Freitag mit. Die der Organisierten Kriminalität zugerechnete Gruppe soll nach Polizeiangaben „mehr als 150 Migranten nach Polen und Westeuropa geschmuggelt haben“.  

Demnach führten die polnischen Behörden am 23. Juni 2020 eine Reihe koordinierter Razzien durch, bei denen acht Personen festgenommen wurden. Laut Europol handelt es sich dabei um sieben polnische Staatsangehörige und einen vietnamesischen Staatsangehörigen. 

Seit Juli 2018 soll die Bande Flüchtlinge und Migranten nach Westeuropa geschmuggelt haben. Die Migranten zahlten demnach bis zu 20.000 US-Dollar, das sind umgerechnet etwa 17.500 Euro. „Die kriminellen Vermittler sorgten dafür, dass die Migranten größtenteils in Lieferwagen mit versteckten Abteilen geschmuggelt oder unter Waren in Lastwagen versteckt wurden“, teilte ein Europol-Sprecher weiter mit. „Eine Reihe von Migranten wurde zudem versteckt in umgebauten Heizgeräten entdeckt.“