Santiago - Der dominikanische Sänger Johnny Ventura, auch bekannt als „Vater des Merengue“, ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Er habe am Mittwoch (Ortszeit) während eines Arbeitsessens in der Stadt Santiago anscheinend einen Herzinfarkt erlitten, sagte sein Sohn Jandy der Zeitung Diario Libre und anderen Medien. 

Eigentlich habe sein Vater noch ins Tonstudio gehen wollen. Der Präsident der Dominikanischen Republik, Luis Abinader, ordnete eine dreitägige Staatstrauer an. „Johnny war eine Ikone, ein Meister des Merengue, der alle Dominikaner vergnügt und die ganze Welt mit seinem Talent angesteckt hat“, sagte er.

Johnny Ventura: Sänger, Tänzer und Politiker

Der aus der Hauptstadt Santo Domingo stammende Musiker galt als Erneuerer des Merengue, eines karibischen Musik- und Tanzstils, der aus der Dominikanischen Republik stammt und auch außerhalb Lateinamerikas populär ist. So waren auch Saxofone und Trompeten Bestandteil seiner Band El Combo Show.

Ventura, der auch für seine schnellen Tanzeinlagen bekannt war, brachte mehr als hundert Platten heraus und erhielt in seiner mehr als 60-jährigen Laufbahn auch sechs Latin Grammys. Zu seinen bekanntesten Stücken zählen „Patacón pisao“, „¿Pitaste?“, „Merenguero hasta la tambora“ und „Las indias de Bani“.

Auch als Politiker war er aktiv, zunächst als Abgeordneter und später als Bürgermeister Santo Domingos. Er sei allen ein Vorbild gewesen, schrieb der dominikanische Musiker Juan Luis Guerra auf Twitter: „Du hast uns allen gezeigt, was Merengue ist. Danke, Don Johnny!!“