Berlin -  Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen muss aus der Sicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die von Bund und Ländern beschlossene Notbremse bei einer anhaltenden Sieben-Tage-Inzidenz von 100 gezogen werden. „Ich hätte mir gewünscht, ohne Notbremse auskommen zu müssen“, sagte sie am Freitag nach dem Impfgipfel in Berlin. In Deutschland sei derzeit bei den Fallzahlen ein exponentielles Wachstum zu beobachten, so die Kanzlerin.

Merkel sieht nach eigenen Worten angesichts der erneut steigenden Infektionszahlen keine Möglichkeit für eine Lockerung der Corona-Maßnahmen. „Die Situation hat sich ja sehr schwierig entwickelt“, sagte sie.

Auf dem Impfgipfel wurde beschlossen, dass die Hausärzte in Deutschland unmittelbar nach Ostern routinemäßig in die Schutzimpfungen gegen das Coronavirus einsteigen sollen. Vereinbart wurden zudem zusätzliche Impfdosen für vier Bundesländer mit Außengrenzen zu Frankreich und Tschechien sowie für das grenznahe Thüringen.