Berlin -  Bundeskanzlerin Angela Merkel hat an die vielen Opfer an der Berliner Mauer erinnert. „Wenn sich der Beginn des Mauerbaus zum 60. Mal jährt, dann sind unsere Gedanken vor allem und in erster Linie bei den Menschen, die im Schatten der Mauer ihr Leben lassen mussten“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin in der Bundespressekonferenz. „Wir denken auch an jene, die nach einem gescheiterten Fluchtversuch in Gefängnissen wie Berlin-Hohenschönhausen Haft, Misshandlung, Entwürdigung erleiden mussten.“

Auch Angehörige und Freunde dieser sogenannten Grenzverletzer seien Schikanen, Repressionen und Zersetzungsstrategien des Staatssicherheitsdienstes ausgesetzt gewesen, sagte Seibert weiter. „Der heutige Jahrestag ist auch eine Gelegenheit, um an den Mut all jener DDR-Bürgerinnen und -Bürger zu erinnern, die sich den Traum von einem selbstbestimmten Leben selbst hinter Mauern und Stacheldraht nicht nehmen ließen und die schließlich 1989 die Friedliche Revolution ermöglichten.“

Die Aufarbeitung der Diktatur in der DDR und die Erinnerung an ihre Opfer „ist unsere Aufgabe und Pflicht für die Zukunft“, betonte Seibert. Dafür werde sich der Bund auch weiterhin mit erheblichen Mitteln einsetzen.

FDP-Generalsekretär Volker Wissing erklärte, der Jahrestag des Mauerbaus sei „Mahnung und Verpflichtung zugleich, unermüdlich für die Freiheit einzutreten“. Das Streben nach Freiheit habe zum Ende der DDR geführt. „Der Fall der Mauer wurde von ihren Bürgern friedlich erkämpft. Sie haben uns allen gezeigt: Freiheit lässt sich nicht einsperren.“