BerlinAm Mittwoch wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder über neue Anti-Corona-Maßnahmen beraten. Aber bereits am Dienstagabend will die Kanzlerin mit den Ministerpräsidenten der Länder telefonieren, um die Bund-Länder-Schalte am Mittwoch vorzubereiten. Das sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Dienstag auf einer Pressekonferenz. Demnach sprach die Kanzlerin schon am Montag mit den Regierungschefs der Länder, um das weitere Vorgehen in der Corona-Krise vorzubereiten und ein Stimmungsbild einzuholen.

Diskutiert werde ein „temporärer Block eines Lockdowns in Deutschland“, sagte Haseloff. Der könnte demnach drei bis vier Wochen lang gelten. Die Regierungen wollten unbedingt einen Ausnahmezustand um Weihnachten vermeiden. Welche Bereiche von den Einschränkungen betroffen sein könnten, sei noch unklar. „Die Kanzlerin hat noch nichts gesagt“, sagte der Chef der Magdeburger Kenia-Koalition.

Haseloff selbst sprach sich im Vorfeld der Besprechung für eine national einheitliche Lösung aus, die aber den Raum für regionale Unterschiede lasse. „Wir brauchen ein Reaktionsschema, wir brauchen jetzt einen dämpfenden Faktor.“ Es gehe bei dem Treffen darum, wie Deutschland der angespannten Situation „insgesamt als Nation“ begegnen könne.