Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, kommt hinter Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Pressekonferenz. 
Foto: dpa/Michael Kappeler

Bormes-Les-MimosasBundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron haben sich erneut für ein koordiniertes Vorgehen der EU gegen die Corona-Pandemie starkgemacht. In diesem Kampf müsse Europa eng zusammenarbeiten und mit Zahlen und Fakten ähnlich umgehen, sagte Merkel am Donnerstag bei einem Treffen in der Sommerresidenz des französischen Präsidenten Fort de Brégançon am Mittelmeer. Grenzen dürften nicht wieder geschlossen werden. Deshalb sollten alle Länder mitmachen.

Deutschland habe jetzt eine Reisewarnung für bestimmte Regionen in Kroatien herausgegeben, sagte die Kanzlerin. Umgekehrt müsse Deutschland mit ähnlichen Schritten anderer Länder rechnen, wenn es in der Bundesrepublik Risikogebiete gebe. Macron sagte, angesichts wieder steigender Infektionszahlen dürfe man die Fehler vom Anfang der Pandemie nicht wiederholen und etwa die Grenzen schließen. Man brauche ähnliche Regeln: Masken tragen, testen und gegebenenfalls isolieren.

Nach Macrons Einschätzung gibt es derzeit drei vielversprechende Impfstoffentwicklungen. Möglicherweise stehe schon in den nächsten Monaten ein Impfstoff zur Verfügung.