Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).
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BerlinAngesichts der Corona-Pandemie will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) die Gesundheitsämter stärken. „Wir wollen deutlich mehr Stellen im Gesundheitsdienst schaffen und die technische Ausstattung weiter verbessern“, sagte Merkel am Sonnabend in ihrem wöchentlichen Video-Podcast. Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung sehe dafür einen „Pakt für den Öffentlichen Gesundheitsdienst“ vor. Insbesondere schnelle digitale Kommunikationswege seien wichtig.

„Wenn unser Land bisher so verhältnismäßig gut durch die Pandemie gekommen ist, wenn das Infektionsgeschehen nicht die Ausmaße erreicht hat, die wir in anderen Ländern beobachten mussten, dann hat das nicht zuletzt mit dem zu tun, was tagtäglich im Öffentlichen Gesundheitsdienst geleistet wird“, sagte sie.

Die Mitarbeiter des Öffentlichen Gesundheitsdienstes hätten einen „großartigen Beitrag“ im Kampf gegen die Pandemie geleistet, sagte Merkel in ihrem Podcast. An diesem Dienstag will sie in einer Videokonferenz mit Verantwortlichen vor Ort sprechen. Insbesondere wolle sie erfahren, „wie die Arbeit in den Gesundheitsämtern vor Ort abläuft, welche Herausforderungen sich stellen und wo die Politik helfen kann“.

Bund und Länder hatten am Freitagabend über eine stärkere Unterstützung und bessere Ausstattung des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) beraten, zu dem auch die Gesundheitsämter gehören. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und die Vorsitzende der Länder-Gesundheitsminister, Berlins Senatorin Dilek Kalayci (SPD), wollen am Sonnabendmittag die Ergebnisse vorstellen. Der Bund hatte weitere Hilfen im Umfang von insgesamt 4 Milliarden Euro für den ÖGD zugesagt. Die Gesundheitsämter spielen etwa beim Verfolgen von Infektionsketten sowie bei Anordnungen von Tests und Quarantäne eine wesentliche Rolle.