Berlin - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) fasst eine Lockerung des Corona-Lockdowns in mehreren Etappen ins Auge. Bei den Öffnungen sollten Lockerungspakete für drei Bereiche geschnürt werden, sagte Merkel am Montag nach AFP-Informationen in einer Gremiensitzung der CDU. 

Sie nannte demnach erstens den Bereich der persönlichen Kontakte, zweitens den Bereich von Schulen und Berufsschulen sowie drittens den Bereich von Sport, Restaurants und Kultur. Wie die Bild-Zeitung berichtet, sagte Merkel in der Sitzung, sie wolle einen Vier-Stufen-Plan raus aus dem Corona-Lockdown. Es brauche „vier Öffnungsschritte ohne Jo-Jo-Effekt“, so Merkel. 

Es gehe nun darum, Pakete zu schnüren, um Öffnung möglich zu machen und dann anzupassen, wurde Merkel von Teilnehmern zitiert. Die Sehnsucht der Bürger nach einer Öffnungsstrategie sei groß, das verstehe sie. Die Kanzlerin sagte demnach weiter: „Öffnungsschritte mit vermehrten Tests müssen klug eingeführt werden.“

Helge Braun besorgt wegen Corona-Mutation

Ab Dienstag tagt nach AFP-Informationen eine Arbeitsgruppe mit Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) zum Thema Öffnungen in Vorbereitung auf die nächste Bund-Länder-Spitzenrunde zu Corona in der kommenden Woche. Braun verwies demnach in der CDU-Gremiensitzung aber auch auf Sorgen wegen der Ausbreitung der hoch ansteckenden Virusmutation: „Die Mutation zerstört unsere gute Entwicklung leider gerade.“

Im CDU-Präsidium sei zudem über die Möglichkeit gesprochen worden, wie Hausärzte und Betriebsärzte eingebunden werden könnten, hieß es weiter. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe gesagt, dies sei nur sinnvoll, wenn man wie bei der Grippeimpfung drei bis fünf Millionen Impfdosen pro Woche zur Verfügung habe. Selbsttests könnten ab kommender Woche die ersten Zulassungen haben.